Fortbildungsreihe Wahrnehmung

Herz, Auge und Ohr

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Einleitung

Diese Reihe ist entstanden aus einem Bedürfnis heraus die Wahrnehmungsfähigkeiten der Craniosacral TherapeutInnen weiter zu entwickeln in Richtung Zuhören (Ohr), Sehen (Auge) und Wahrnehmung mit dem Herzen (Herz). 

Diese Wahrnehmungsqualitäten sind alle in einer Dualität in unseren Körpern vorhanden. Wir nehmen nach Aussen und nach Innen wahr.

Das Bewusstsein für diesen Dualität in der Wahrnehmung ermöglicht uns über die Wahrnehmung des eigenen Körpers, die Wahrnehmung bei dem Gegenüber zu erweitern. 

Die Fortbildungsreihe nimmt die Teilnehmer mit auf einer Reise durch den eigenen Körper übers Sehen, Hören und Fühlen. Das aber immer mit dem Augenmerk, die Fähigkeiten umsetzen zu können in der täglichen therapeutischen Arbeit.

 

Gemeinsam haben die drei Modulen der Reihe:

- Grundlagen der Wahrnehmung

- Anatomie und Physiologie des Organsystems

- Selbsterfahrungen im Sehen, bzw. Hören oder mit dem Herzen fühlen

 

Die Fortbildungsreihe ist dabei nicht zwingend in dieser Reihenfolge zu absolvieren.

Das Besuchen der Einzelmodulen ist durchaus möglich.

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Kursleitung

 
Rob Kwakman

Osteopath DO®: seit 1994 Dozent der Osteopathie. Seit 1997 in der Schweiz tätig, auch als Dozent für Craniosacral Therapie. In 2019 gründete er zusammen mit Alexandra Loudon, das Sutherland Institute Schweiz. 

Er unterrichtet in Deutschland, Österreich und Schweiz, Osteopathen und Craniosacral TherapeutInnen mit Themen im Bereich der Embryologie, der Faszien und Sinnesorgane.

Alexandra Loudon

Komplementär Therapeutin Methode Craniosacral Therapie, Supervisorin

Module

Modul 3

Vom Hören und Zuhören: das Ohr in der craniosacralen Praxis

Beschreibung:

Die Welt ist Klang. Alles uns Umgebende findet ein Ausdruck im Klang und damit im Rhythmus. Das Auge nimmt das Feld des Oberflächlichen wahr, dem Ohr gehört der Bereich der Tiefe. Nichts wird vom Ohr aufgenommen, wenn es nicht e i n dringt.

 

Craniosacral TherapeutInnen versuchen die Tiefen des menschlichen Ausdrucks zu ergründen. Das Auge hilft und bereitet vor aber über das Zuhören, das Anfassen mit den Händen, dringen wir erst ein im Wesen des Menschen. Dieses Wesen drückt sich aus im meist persönlichen aller unsere Ausdrücke, der Rhythmus des primären respiratorischen Mechanismus. Vielleicht ist das sogar die größte Errungenschaft der Osteopathie und Craniosacral Therapie und zugleich seiner meist angreifbaren und angegriffenen Behandlungsebene.

 

Dieser Kurs versucht das Feld des Hörens zu erweitern. Damit wird das Feld des Zuhörens, unsere Sensibilität, erweitert. 

Klangbeispiele, Hörbeiträge und das Erfahren der eigenen Stimme lässt eine erfahrbare Wirklichkeit entstehen, die craniosacralTherapeutInnen sofort in Sensibilität umsetzen können.

Ergänzt wird dieser Kurs durch Erkenntnisse der Forschung im Bereich Sensibilität, Hören und Gehirnfunktionen. An klinischen Beispielen werden die Tiefe und Bedeutung des Hörens für uns als Mensch und im Speziellen für den Mensch als Therapeut oder Klient deutlich und erfahrbar.


Inhalt:    
  • Embryologie des Ohres und des Os temporale

  • Anatomie und Physiologie des Hörens und die Hirnfunktionen

  • Phänomenologie und Entwicklung des Hörens

  • Hören und Gleichgewicht: Gesamtgebilde oder zwei Systeme?

  • Erkenntnissen aus der Forschung zur Sensibilität und Wahrnehmung

  • Hörbeispiele, Klangbeispiele aus der Musik 

  • Befund und Behandlung des Hörorgans

  • Pathophysiologie des Hörens bei Kindern und Erwachsenen

  • Klinische Beispiele: u.a. Tinnitus, Hörschwäche, Taubheit und Hörblindheit

Praktische Arbeit:    
  • Os temporale: Umgebung und intra-ossale Techniken

  • Behandlung des Gehirns und Hirnnerven

  • Arbeit an den cranialen Faszien und Halsfaszien

  • Drucksysteme im Körper: Befund und Behandlung

  • Fluida-Techniken; arteriell, venös und lymphatisch

Literaturempfehlungen
  1. Nada Brahma –die Welt ist Klang-: Joachim E. Berendt: Suhrkamp, 2007

  2. Angewandte Physiologie Band 2 Organsystem verstehen und beeinflussen, Van den Berg; Thieme, 2000

  3. Madaule, P.: Die Kunst zu hören. Pendo Verlag, 2002

Modul 2

Vom Wahrnehmen und Sehen: das Auge in der craniosacralen Praxis

Beschreibung:

Das Auge nimmt nicht nur visuelle Reize auf und lässt uns sehen, das Auge ist nebenbei noch aktiv als Co-Formator unsere Anatomie, nimmt elektrische Information und Wärme auf und lenkt über das Fasziensystem unserer gesamten Statik. Damit wird das Sehen zu einer allgemeinen Aktivierung für den Mensch. 

Zusätzlich sucht das Auge Bedeutung. Das heißt, das Auge sieht bewusst nur das, was es schon kennt. Dazu gehören Bewegung, Ästethik, Farbe und Form. Aber auch weitere Funktionen und eigene Dysfunktionen werden vom Auge erfasst und wieder erkennt. 

Dies Alles wird für craniosacral Therapeuten eine Grundlage für das „mental image“, die Beobachtung und das Sehen.

 

Ziel des Kurses ist es die sämtlichen Funktionen der Augen zu erfassen, seine Dysfunktionen zu erkennen und damit Grundlagen zu erarbeiten zur Behandlung der Augen. Auf der Kenntnisebene werden die Bedeutung der Augen und des Sehens für den Körper vermittelt.

Grundlagen der Embryologie, Anatomie sowie Erkenntnisse aus der Sinnesforschung werden angesprochen neben Forschungsergebnissen aus der Welt der Faszien.

 

Und in der Dualität der Wahrnehmung sehen wir bei Anderen und trainieren wir unsere innere Observation, damit das Erkennen unseren eigenen Körper und Tätigkeit als Therapeuten. Die Augen werden unersetzliche Hilfen in Befund und Therapie und wir entwickeln sie weiter.  

 

Der Kurs ist primär praktisch ausgerichtet und es werden bekannte und neue Annäherungs- und Behandlungstechniken aus den Bereichen der craniosacralen Arbeit sowie aus der faszialen Arbeit benutzt. Sie werden ergänzt durch Übungen in Beobachten im Stile Sutherlands, to observe, to look, to see. Dazu Neues sehen und Altes wieder entdecken. Zusätzlich wird der Begriff Mental image mit Leben gefüllt.


Aus dem Inhalt:    
  • Embryologie und Anatomie der Augen

  • Physiologie des Sehens

  • Fasziale Organisation im Körper unter Berücksichtigung der Augen

  • Dysfunktionen beobachten, testen und sehen

  • Was bedeutet Sinneswahrnehmung, was bedeutet Sehen?

 

Der Teilnehmer erwartet einen abwechslungsreichen Kurs mit einer guten Mischung zwischen (Selbst-)Erfahrung, theoretischem Wissen und craniosacralem Handeln.

Das Verhältnis Theorie und Praxis liegt bei 40-60%.

 

Der Teilnehmer bekommt ein ausführliches Skript zum Kurs.

Modul 1

Von der Wahrnehmung mit allen Sinnen, das Herz 

Beschreibung:

Das Herz hat die stärkste Verbindung zu unserer Gesundheit. Oder „wenn das Herz stark ist, ist der Körper gesund und die Gefühle sind wohlgeordnet“. Damit sind schon einige der Felder beschreiben mit dem wir uns befassen wollen. Die Herzstärke, die Gesundheit des Körpers, der Einfluss der Gefühle und eine Ordnung im Körper. 

Aus einer Idee der Embryologie wird das Herz auf dem Weg in den Körper „begleitet“ und seine Funktionen aus der funktionellen Positionierung im Körper erklärt.  Die Wahrnehmung des Herzens beeinflusst dabei die Physiologie bis auf der zellulären Ebene.

Es ist auch die Elektrophysiologie des Herzens und seiner elektromagnetischen Felder, die ein Teil der Bezug vom Herz zur Stille, Regeneration und Heilung beschreiben.

Dazu der Verbindung des Herzens zu unseren inneren Rhythmen im Körper, die uns zuerst aus dem Chaos lotsen und auch die Grundlage werden können Heilung zu implementieren.

 

Der Kurs vermittelt neben einer Wissensebene, Übungen und Therapieansätze, das Herz wahr zu nehmen, seine Kraft und Verbindungen zu beobachten und Lösungen in Richtung Balance, Ordnung und das Finden der Heilung zu ermöglichen.

Das Herz verbindet sich dabei mit dem Gehirn, mit anderen Energiezentren im Körper. Es kreiert dabei eine Ordnung, die vom Körper als Heilungsinformation wahr genommen wird.


Inhalt:    

1. Das Wesen vom Herz, seine Funktionen und Einflüsse auf dem Körper

2. Das Herz als Wahrnehmungsfeld für Gesundheit und heilung

3. Das Wesen der Blutzirkulation und die Rolle der Gefässe

4. Ein Verständnis für die Rolle des Herzens im craniosacralen Konzept.

5. Das Wesen der Wahrnehmung und die Rolle des Herzens

6. Anatomische und physiologische Phänomene in Bezug zum Herzen

7. Phänomenologie des Blutes und seinen Wegen

8. Befundannäherungen zu den Gefäßen und zum Herz

9. Therapeutische Möglichkeiten der Beeinflussung der Herzdynamik

10. Übungen zur Verfeinerung der Palpation, die eigenen Wahrnehmung

11. Die Möglichkeiten von Empathie und empathische Wahrnehmung 

12. Anregungen zur Selbststudie

 

Der Teilnehmer erwartet einen abwechslungsreichen Kurs mit einer guten Mischung zwischen (Selbst-)Erfahrung, theoretischem Wissen und craniosacralem Handeln.

Das Verhältnis Theorie und Praxis liegt bei 40-60%.

 

Der Teilnehmer bekommt ein ausführliches Skript zum Kurs.

 

Literatur

1. Still-Kompendium, Jolandos

2. Sutherland Kompendium , Jolandos

3. Osteopathie; Architektur der Balance, Dräger/V.d. Heede/Klessen, Elsevier

4. Funktionelle Embryologie, Rohen/Lütjen-Decroll, Schattauer

5. Das System der Grundregulation, Pischinger, Haug

6. Physiologie des Menschen, Schmidt/Thews, Springer

7. Klinisch Pathophysiologie, Siegenthaler/Blum, Thieme

8. Das kardiovaskuläre System in der Osteopathie, Danjon, Van den Heede, Elsevier

9. Osteopathic medicine, Van den Heede, Elsevier

 

Der Teilnehmer erwartet einen abwechslungsreichen Kurs mit einer guten Mischung zwischen (Selbst-)Erfahrung, theoretischem Wissen und craniosacralem Handeln.

Das Verhältnis Theorie und Praxis liegt bei 40-60%.

 

Der Teilnehmer bekommt ein ausführliches Skript zum Kurs.

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Kurskosten

Gesamtreihe:      3 Module für CHF 1800.00

Einzelmodule:     pro Modul CHF 660.00

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Kursdaten

 
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Kursort

WBZ Emmenhof, Emmenhofallee 3, 4552 Derendingen
Wegbeschreibung

Derendingen, als Vorortgemeinde der Kantonshauptstadt Solothurn, liegt verkehrsgünstig an den Autobahnen A1 und A5 fast mitten in der Schweiz und Europa und ist mit drei Buslinien auch durch den öffentlichen Verkehr hervorragend erschlossen. 

Sie erreichen das Weiterbildungszentrum Emmenhof in Derendingen mit dem Auto von der Autobahn A1/A5 (Ausfahrt 33 Derendingen, Solothurn Ost) aus in nur 2 Minuten. 

Mit dem Bus (Linie 1 oder Linie 5) gelangen Sie innerhalb 5 Minuten vom HB Solothurn nach Derendingen.