Postgraduate Kurs

Das Hormonsystem in der craniosacralen Praxis

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Das Hormonsystem in der craniosacralen Praxis

 

Einleitung

Als vor Milliarden von Jahren das Leben auf der Erde entstand und sich einzelne Zellen erstmals zu grösseren Strukturen vereinten, wurden Botensubstanzen notwendig, die die Stoffwechselaktivitäten dieser Zellen aufeinander abstimmen konnten. Dieses uralte Prinzip chemischer Boten ist bis heute erhalten geblieben; im menschlichen Körper bildet es die Grundlage eines lebenswichtigen Kommunikationsnetzes: das Hormonsystem.

 

Jede Behandlungstätigkeit hat zum Ziel Kommunikationswege im Körper zu optimieren, damit die Selbstheilungskräfte gestärkt werden. Das gilt für die Verdauung, die Atmung, das Hören, Sprechen oder Sehen, oder wenn Faszien, Gefässe oder Knochen behandelt werden. Letztendlich läuft alles auf das Prinzip des Kommunikationsaustausches hinaus. Und damit auch auf einer direkten oder indirekten Beteiligung von Hormonen. 

Zusätzlich kreieren Hormone auch selber durch Fehlfunktionen der Ursprungsdrüsen bestimmte Krankheiten.Sie sind sehr häufig im funktionellen Sinne als Begleitdysfunktion in den Systemen eines Patienten vorhanden, so zum Beispiel in Schmerzsymptomatik oder Stress.

In diesem Sinne arbeiten wir als Therapeuten in unseren Behandlungen auch immer, bewusst und unbewusst über Hormontätigkeiten.

 

Dieser Kurs wird sich vor allem mit den Auswirkungen der Kommunikationswege der Hormone befassen.  Die Netzwerke der Hormonaktionen werden anatomisch, physiologisch und pathophysiologisch beschrieben, diagnostiziert und behandelt. 

Dazu werden die Begriffe von Raum, fluid-body und electrical-body im craniosacralen Konzept vertieft. 

Der/die KursteilnehmerIn bekommt einen Einblick in die Wege der Kommunikation und erlangt eine Kompetenz in Diagnostik und Therapieverfahren für eine Behandlung dieser Hormonnetzwerke.

Inhalte des Kurses
  • Das Hormonsystem als kommunikatives Netzwerk

  • Hormonwirkung auf Zellebene

  • Hypophyse, Hypothalamus, Schilddrüse, Nebenniere, Geschlechtsdrüsen

  • Hormone und Trauma; Erinnerung und RaumZeit-Ebenen

  • Betrachtung vom Großen zum Kleinen: fluid-body, electrical-body

  • Betrachtung vom Kleinen zum Großen: Zellfunktion und Verhalten

  • Vielfältige therapeutische Ansätze zur Beeinflussung und Regulation des Systems

  • Schmerzphysiologie und Hormone

  • Trauma- und Stressphysiologie und Hormone

Kompetenzen

Handlungskompetenz

Der/die TeilnehmerIn kann durch die Anwendung der neu gelernten Assessments und Interventionsmethoden jeden Patienten in der täglichen Praxis in Bezug auf das Hormonsystem ganzheitlich betrachten und behandeln. 

Assessments beinhalten Diagnostik des allgemeinen endokrinologischen Systems und des Vegetativums. Die Interventionen betreffen das Hormonnetzwerk, die Drüsen sowie der Einfluss des Hormonsystems auf die elektrischen und fluidalen Aspekte des Körpers.

Durch die Anwendung der erworbenen Kenntnisse erhält die/der craniosacralTherapeutIn bessereobjektivierbare Mittel zur Beurteilung der Beteiligung des Hormonsystems am Dysfunktionsspektrum in der Anamnese. Dadurch sind Prognosestellung und klinische Beweisführung im Hinblick auf Ursache und Folge mit mehr Sicherheit zu erstellen. Das steigert die Selbstkompetenz in diesem Bereich.

Der/die TeilnehmerIn kann somit nach diesem Kurs seine Patienten integrativ umfassend sicher und kompetent behandeln und beraten.

Lernziele

Ziele

Der/die TeilnehmerIn 

  • vertieft seine/ihre Kenntnisse der Physiologie des Hormonsystems und seine Einflüsse auf dem faszialen und psychologischen System. 

  • beherrscht eine Untersuchung der beteiligten Hormondrüsen. 

  • kann sich aufgrund eines Untersuchungsschemas fachgerecht entscheiden, welches System dysfunktional ist und mit welcher Technik zu therapieren ist. Ein abschliessender Retest ermöglicht eine Prognosestellung. 

  • kann aufgrund der im Kurs erreichten Kompetenzen, seinen/ihren Befund in Diagnostik und Therapie mit dem Patient kommunizieren und einen Behandlungsverlauf individuell planen und kriterienorientiert durchführen.

Lernzielkontrollen

Mittels reflektiven Übungen über persönlich definierte Lernziele, Peer-Feedback und Dozenten-Feedback während dem praktischen Üben.

Während des Kurses wird regelmässig eine Repetition des Gelernten mit anschliessender kurzer Selbstreflexion durchgeführt. Dadurch werden Theorie und Praxis mit einander verzahnt.

Methoden/Arbeitsweisen

Der Unterricht besteht aus kleinen theoretischen Einheiten mittels Inputreferat, gefolgt durch die praktische Umsetzung der Theorie. Gearbeitet wird in 2-Gruppen. Dabei werden die Techniken in Befund und Therapie vorgestellt und anschliessend geübt. Es werden diverse Aufträge zur Vertiefung und Verständniskontrolle erteilt.

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Lernzeit

Die Kursdauer beträgt 3 Tage. Es wird erwartet, dass der/die TeilnehmerIn jeweils 4 Stunden Selbststudium als Vorbereitung aufwendet.

Totale Lernzeit: 25 Stunden

 
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Kursvoraussetzungen

Der Kurs baut auf dem Kenntnistand einer Ausbildung in Craniosacral Therapie. Es wird demnach erwartet, dass die Grundkenntnisse und Kompetenzen betreffend der Anatomie, Kinesiologie der cranialen Knochen und Basiskenntnissen der Faszienphysiologie beherrscht werden. 

 

Ausbildungsanforderung:
  • Abschluss einer Ausbildung Craniosacral Therapie (mindestens 216 Std.) 

  • oder Komplementär TherapeutIn Methode CST

 
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Maximale Gruppengrösse

24 Teilnehmer bei einer Lehrperson mit Assistenz

 
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Vorbereitungsauftrag

Der/die TeilnehmerIn liest sich in der Physiologie der Hormondrüsen ein.

Aufwand: ca. 4 Stunden

 
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Kursleitung

Kursleitung

Rob Kwakman, Osteopath DO, Physiotherapeut, Heilpraktiker (D)

Studium der Osteopathie am College Sutherland mit Abschluss 1994 und Erwerb des Diploms 2000. Von 1994 bis 2006 Lehrperson an der SKOM (Schule für klassische osteopatische Medizin) in Deutschland und der Schweiz mit Schwerpunkt Neurologie, Faszien, Craniosacrale Osteopathie und Wissenschafliches Arbeiten. Seit 1997 Dozent für mehrere postgraduierte Kurse im Bereich Faszien und Craniosacral-Therapie für Physiotherapeuten und Osteopathen. Mehrere Publikationen in der Zeitschrift DO. 

 

Praxisassistenz

Alexandra Loudon, Physiotherapeutin, Komplementär Therapeutin Methode Craniosacral Therapie, Supervisorin

Ausbildung der CST am REHAstudy, Bad Zurzach mit Diplom in 2014. 

Abschlussarbeit über das Herz in der Psychoneuroimmunologie. Mehrere Assistenzen im Bereich Craniosacral Therapie in Zurzach, Winterthur, Berlin und Leipzig (D). 

Dozentin in der Ausbildung CST.

 

Kursdaten

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Montag 30.11.2020                9.30 bis 18.00

Dienstag 01.12.2020              9.00 bis 17.30

Mittwoch 02.12.2020            9.00 bis 16.00

 

Insgesamt: 23 Kontaktstunden mit

4 Stunden Vorbereitung 

 
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Kosten

CHF 660.00 für Unterricht, Skript und Verpflegung 

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Kursort

WBZ Emmenhof, Emmenhofallee 3, 4552 Derendingen

Derendingen, als Vorortgemeinde der Kantonshauptstadt Solothurn, liegt verkehrsgünstig an den Autobahnen A1 und A5 fast mitten in der Schweiz und Europa und ist mit drei Buslinien auch durch den öffentlichen Verkehr hervorragend erschlossen. 

Sie erreichen das Weiterbildungszentrum Emmenhof in Derendingen mit dem Auto von der Autobahn A1/A5 (Ausfahrt 33 Derendingen, Solothurn Ost) aus in nur 2 Minuten. 

Mit dem Bus (Linie 1 oder Linie 5) gelangen Sie innerhalb 5 Minuten vom HB Solothurn nach Derendingen.

 
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